Körperliche Veränderungen in der Schwangerschaft / Schwangerschaftsveränderungen

Wie verändere ich mich in der Schwangerschaft?



Eine Schwangerschaft führt immer zu tief greifenden körperlichen und seelischen Umstellungen in deinem Körper. Die Veränderungen betreffen jedoch nicht nur die Gebärmutter und die Brüste, sondern jede einzelne Zelle und damit auch jede Funktion des Körpers.

Der Zweck all der Schwangerschaftsveränderungen ist es, allen Organen und auch deiner Psyche die Möglichkeit zu geben, sich an die Erfordernisse und Aufgaben der Schwangerschaft anzupassen, sich auf die Geburt des Kindes vorzubereiten und die natürliche Ernährung des Kindes nach der Geburt sicherzustellen.

Man unterscheidet drei Belastungsphasen im Verlauf einer Schwangerschaft:

  • Stadium der Anpassung und Auseinandersetzung
    (1.-4. Monat)
  • Stadium des Wohlbefindens (5.-7. Monat)
  • Stadium der Belastung (8.-10.Monat)

Herz-Kreislaufsystem/Blut:

Um die Versorgung des Kindes im Mutterleib zu gewährleisten, nimmt die Durchblutung der Gebärmutter und der Brüste zu. Der mütterliche Organismus reagiert auf den vermehrten Blutbedarf mit einer Steigerung der Blutmenge um 30-40%, also von fünf auf sechs Liter Blut. Die Steigerung des Blutvolumens wird vor allem dadurch erreicht, dass mehr Wasser ins Blut gelangt. So kommt es natürlicherweise zu einer Verdünnung des Blutes und der relative Anteil von den roten Blutkörperchen (unsere Sauerstoffträger im Blut) sinkt. Es kommt so zu einer relativen(aber normalen) Blutarmut (Schwangerschafts-Anämie). Durch die Blutverdünnung wird auch bei stärkeren Blutungen nach der Geburt ein übermäßiger Verlust an roten Blutkörperchen verhindert.

Zusätzlich zur Erhöhung der Blutmenge wird die Herzfrequenz (Puls) erhöht und der Blutdruck sinkt leicht.

Damit das Herz die höhere Blutmenge durch unseren Körper pumpen kann, wird es etwa 10-30% größer.

Durch die Schwangerschaftshormone kommt es zu einer größeren Dehnbarkeit und Weitstellung der Venen. Das Blut fließt also langsamer. So kann es schnell mal zu Schwindel und einer Kreißlaufschwäche kommen, besonders, wenn man z.B. vom Liegen aufsteht. Es kann manchmal sogar zu einem Kollaps kommen. Außerdem neigen Schwangere wegen der leichten Venenschwäche vermehrt zu Krampfadern.

Magen-Darmtrakt:

 

Die meisten Schwangeren leiden, besonders am Anfang der Schwangerschaft, unter vermehrter Übelkeit und Erbrechen. Später kommt es meist zu Sodbrennen. Eine leidige Folge ist ein höheres Risiko, Zahnkaries zu bekommen. Ursache dafür ist eine veränderte Zusammensetzung des Speichels, die veränderte Durchblutung des Zahnfleisches und die hormonelle Umstellung.

Durch die Schwangerschaftshormone kommt es zu einer Weitstellung von Magen und Speiseröhre, außerdem übt die wachsende Gebärmutter Druck auf den Magen aus- es kommt zu Sodbrennen, unter dem fast jede zweite Schwangere leiden muss.

Das Hormon Progesteron ist dafür verantwortlich, dass die glatte Muskulatur des Darmes etwas gehemmt wird, außerdem resorbiert der Dickdarm in der Schwangerschaft vermehrt Wasser aus dem Nahrungsbrei. So kommt es häufig zur Verstopfung (Obstipation).

Nieren und Harnwege:

 

Auch die Nierengröße nimmt aufgrund der gesteigerten Durchblutung zu. Durch die gesteigerte Durchblutung kommt es zu einer Erhöhung der Urinmenge. Durch die Schwangerschaftshormone kommt es zu einer Weitstellung der Harnleiter und Nierenbecken, dies kann Harnwegsinfekte in der Schwangerschaft begünstigen, weil der Harn dann langsamer abfließen kann und so Bakterien leichter aufsteigen können.

Durch die wachsende Gebärmutter wird die Harnblase im Laufe der Schwangerschaft zunehmend komprimiert, sie kann so weniger Harn speichern und ihr müsst als Folge häufiger Wasser lassen.

Lunge und Atemwege:

Viele Schwangere klagen im Laufe der Schwangerschaft über Atemnot. Da auch euer Kind mit Sauerstoff versorgt werden muss, ist der Sauerstoffbedarf erhöht. Man atmet also etwas häufiger und auch etwas mehr ein. Im Laufe der Schwangerschaft wird die Atemnot noch zunehmen, da die wachsende Gebärmutter das Zwerchfell hoch drückt. Dieser Zustand bessert sich jedoch meist ab der 36.Schwangerschaftswoche wieder, da dann das Köpfchen des Babys tiefer ins Becken drängt und so oben mehr Platz ist.

Stoffwechsel- und Gewichtsveränderungen:

Der Stoffwechsel des mütterlichen Organismus stellt sich auf die Schwangerschaftsbedingte Mehrbelastung durch eine Steigerung seines Energiehaushaltes ein. Der Grundumsatz nimmt um 20% zu. Der Grundumsatz ist der Kalorienbedarf, den der Körper in Ruhe benötigt.

Der Kohlenhydrat- und der Eiweißstoffwechsel werden erhöht, außerdem der Wasserhaushalt.

Die Wassermenge in den Zellen nimmt um 2-4 Liter zu, die Wassermenge in den Blutgefäßen um 1-1,5 Liter. Mit der erheblichen Wassereinlagerung ist auch die starke Gewichtszunahme der Schwangeren zu erklären.

Eine normale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Mutter:
Gewichtszunahme der Gebärmutter 1000g
Gewichtszunahme der Brüste 600g
Vergrößerung der Blutmenge 1000g
Wasser im Gewebe 3000g
Kind:
Gewicht des Kindes 3000g
Plazenta, Eihäute, Nabelschnur 600g
Fruchtwasser 1000g
Gesantgewichtzunahme (mind.) 10-12Kg

Das angegebene Gewicht ist nur ein Durchschnittswert. Es gibt Frauen, die nehmen in der Schwangerschaft nur 5kg zu, andere dagegen 25kg. Man kann jedoch beobachten, dass z.B schlanke Frauen eher mehr an Gewicht zunehmen, und Frauen, die schon etwas mehr wiegen, dagegen nur wenig oder sogar abnehmen.

Thema Übergewicht

Durch den modernen Lebensstil haben zunehmend mehr Frauen mit Übergewicht (Adipositas) zu kämpfen. Man hat beobachtet, dass die durchschnittliche Gewichtszunahmen in den letzten zwei Jahrzehnten um mehr als 2kg angestiegen ist und auch das durchschnittliche Geburtsgewicht des Babys um 50g höher lag. Die Folgen des mütterlichen Übergewichts können vielschichtig sein. Angefangen vom Problem schwerer schwanger zu werden, bis zu erhöhtem Fehlgeburtsrisiko, erhöhtem Risiko an Schwangerschaftsdiabetes, Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) oder Thrombose zu erkranken. Auch für das Ungeborene ist dieser Zustand nicht ungefährlich. Kinder adipöser oder diabetischer Mütter kommen oft ebenfalls übergewichtig zur Welt, es wurde eine erhöhte Rate an Fehlbildungen festgestellt. Es kommt häufiger zu Geburtskomplikationen und einer erhöhten Rate an Operativen Eingriffen und operativen Komplikationen. Kinder übergewichtiger Mütter haben ein deutlich erhöhtes Risiko selber übergewichtig zu werden. Aus diesem Faktor läßt sich ein erhöhtes Risiko ableiten, später an Diabetes und Herz-Kreißlauf-Erkrankungen zu leiden.

Es gibt Richtlinien, in welchem Rahmen die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft liegen sollte.

BMI vor der Schwangerschaft                   Empfohlene Gewichtszunahme

< 18,5                                                                  12,5 – 18 kg

18,5 – 24,9                                                         11,5 – 16 kg

25,0 – 29,9                                                         7 – 11,5 kg

>30,0                                                                  5 – 9 kg

Der BMI (Body-Mass-Index) wird wie folgt errechnet:

Körpergewicht in kg

————————

(Körperlänge in m)2

 

  • BMI unter 18,5  – Untergewicht
  • BMI 18,5-24,9   – Normalgewicht
  • BMI  >25            – Übergwicht
  • BMI  >30            – schweres Übergewicht

Absolut tabu in der Schwangerschaft sollte eine Diät zur Gewichtsreduzierung sein! Schwangere, egal ob normal oder übergewichtig, sollte grundsätzlich einen Gewichtsverlust vermeiden. Fasten ist unbedingt zu vermeiden. Übergewichtige Schwangere können jedoch ihre Kalorienzufuhr begrenzen, müssen aber unbedingt auf eine nährstoffdeckende Ernährung achten. Eine Beratung durch eine Diätassistentin oder den Frauenarzt oder Hebamme sollte erfolgen.

Empfehlungen für übergewichtige Schwangere

  • Grundsätzlich ist eine moderate Kalorienbegrenzung (ca. 1500-1800kcal pro Tag ) bei übergewichtigen Schwangeren empfohlen.
  • Lebensmittel mit geringer Energiedichte bevorzugen
  • Kohlenhydrate sollten 45-65% der Gesamtenergiezufuhr ausmachen
  • komplexe Kohlenhydrate sind zu bevorzugen ( Vollkornprodukte, Nudeln, Hülsenfrüchte…)
  • täglich Obst und Gemüse
  • Fett sollte 20-35% der täglichen Gesamtenergieaufnahme ausmachen
  • hochwertige, ungesättigte Fette sind zu bevorzugen (pflanzliche Öle, Nüsse, Meeresfisch…)
  • bei der Eiweißaufnahme ist pflanzliches Eiweiß (z.B. Produkte aus Sojabohnen, Hülsenfrüchte) zu bevorzugen, bei tierischem Eiweiß ist auf fettarme Sorten (z.B.Geflügel) zu achten

Neben der Ernährungstherapie sollten übergewichtige Schwangere ihre körperliche Aktivität steigern.Angemessene körperliche Bewegung kann das Risiko, an Diabetes oder Präeklampsie zu erkranken, deutlich senken. Außerdem wird eine weitere starke Gewichtszunahme in der Schwangerschaft verhindert und er ist einfacher, das Ausgangsgewicht nach der Schwangerschaft wieder zu erreichen. Ebenso hat Stillen ( plus sportliche Betätigung) einen Effekt auf die Gewichtsabnahme nach der Geburt.

Es wird empfohlen, an den meisten Tagen der Woche ca. 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Empfehlenswert sind Sportarten, die ausdauernd, aber nicht zu anstrengend sind und jederzeit unterbrochen werden können wie z.B Schwimmen, Radfahren, Aerobic, Yoga, Laufen. Es ist wichtig, dass der Puls nicht zu hoch steigt, das heißt, dass beim Üben sich die Schwangere immer noch unterhalten kann.  Beim Sport ist auf reichlich Trinken zu achten. Ab der 28. SSW sollten keine Übungen in Rückenlage gemacht werden, da dabei die Blutzufuhr zum Kind durch das Gewicht der Gebärmutter, welche auf die große Gefäße drücken kann, vermindert sein kann. Bei Schwangerschaftsproblemen (z.B. Frühgeburtsbestrebungen, Blutungen, Plazentaproblemen, Herzerkrankungen, Mehrlingsschwangerschaften, Präeklampsie usw.) darf kein Sport gemacht werden. Im Zweifel, die Hebamme oder den betreuenden Gynäkologen fragen.

Jede Frau sollte sich bewusst sein, dass es normal ist, zuzunehmen. Der Körper der Frau erschafft optimale Bedingungen, um das kleine Menschlein wachsen zu lassen und nach der Geburt ernähren zu können. Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft erlaubt leider noch keine Rückschlüsse auf den Zustand nach der Schwangerschaft. Man muss sogar noch die Stillzeit abwarten, da diese erfahrungsgemäß noch mal ganz schon zehrt und man noch einiges an Gewicht verliert. An eine Diät, wenn überhaupt nötig, sollte man erst nach der Stillzeit denken, da durch den Fettabbau im Fettgewebe gespeicherte Schadstoffe freigesetzt und über die Muttermilch zum Kind gelangen können.

Wirbelsäule/ Bewegungsapparat:

Die schwangerschaftsspezifische Gewebsauflockerung beschränkt sich nicht nur auf den Geburtskanal, sondern betrifft ebenso alle sonstigen bindegewebigen Strukturen des Körpers.

Die Gelenke lassen in ihrer Festigkeit nach. Zusammen mit dem zunehmenden Körpergewicht muss die Schwangere die aufgelockerten Bandverbindungen der Knochen verstärkt mit ihrer Muskulatur verstärken. Vor allem wird die Rückenmuskulatur beansprucht, Rücken- und Kreuzschmerzen sind die Folge. Eine Auflockerung des Beckenrings soll die Anpassungsfähigkeit des Beckens unter der Geburt gewährleisten. Jedoch kann dieser Zustand, besonders gegen Ende der Schwangerschaft, zu Schmerzen im Schambein und Gehbeschwerden führen.

Vermehrt kommt es in der Schwangerschaft auch zu Ischiasbeschwerden, das sind meist einseitige, vom Po ins Bein ziehende Schmerzen. Grund ist nicht, „dass das Kind auf dem Nerv liegt“, sondern die schwangerschaftsspezifischen Haltungsveränderungen, die Gewebsauflockerung und die stärke Zunahme des Gewebswassers, was dann den Druck auf den Nerv verstärkt.

Haut und Haare:

 

Bei fast allen Schwangeren ist eine verstärkte Pigmentierung (Dunkelfärbung) der Haut an bestimmten Stellen zu beobachten. Eine Braunfärbung kann man besonders an den Brustwarzen, an der Scheide und am After und am Bauchnabel beobachten. Auffällig ist ebenso die Linea fusca, ein dunkler Strich, der vom Schambein mittig bis über den Bauchnabel Richtung der Brüste verläuft. Die verstärkte Pigmentierung ist besonders bei dunkleren Frauen zu beobachten, durch Sonneneinstrahlung kann sie verstärkt werden. Man sagt, dass die verstärkte Pigmentierung der Brustwarzen und die Linea fusca dem Kind den Weg zur Nahrungsquelle, der Brust erleichtern soll.

Einige Schwangere klagen über eine schmetterlingsförmige Braunfärbung im Gesicht (Chloasma uterinum). Das chloasma uterinum tritt in verschiedenen Formen auf, von einzelnen gelbbraunen Flecken auf den Wangen, der Nase oder auf der Stirn, bis hin zu dunkelbraunen Flecken auf dem gesamten Gesicht. Auch alte Narben können sich braun verfärben, es kann auch zu einer Vergrößerung oder Neubildung von Muttermalen kommen.

All diese Pigmentierungen bilden sich nach der Schwangerschaft wieder zurück.

Bei etwa 70% aller Schwangeren entstehen, besonders am Bauch, an den Brüsten, am Po und an den Hüften, Schwangerschaftsstreifen (striae gravidarum). Durch das Wachstum des Bauches wird die Unterhaut gedehnt und die darunter liegenden Gefäße schimmern dann durch. Hinzu kommt eine in der Schwangerschaft vermehrte Ausschüttung des Hormons Kortison. Nach der Schwangerschaft verschwinden die Streifen leider nicht, verblassen jedoch. Verhindern kann man die Streifen selten, man kann aber durch regelmäßiges Eincremen und Zupfmassagen die Haut elastischer und weicher halten. Unfairerweise ist die Neigung zu Schwangerschaftsstreifen auch erblich bedingt (fragt doch mal deine Mutter, ob die welche hatte). Manche Frauen haben einfach ein schlechteres Bindegewebe als andere. Trotzdem bekommen bei weitem nicht alle Schwangeren Schwangerschaftsstreifen.

Unter dem Einfluss des Hormons Östrogen kann sich der jeweilige Haut- und Haartyp der Frau ändern. So kann eine fettende, zu Entzündungen neigende Haut in der Schwangerschaft wieder rein und klar werden und umgekehrt.

Durch die Schwangerschaft kommt es zu einer Verlängerung des Haarzyklus. Das Haar ist besonders voll und dicht, da die Wachstumsphase verlängert ist. So fallen weniger Haare aus. Im späten Wochenbett wird dann meist ein vermehrter Haarausfall beobachtet, da dann die überalterten Haare abgestoßen werden. Seltener kommt es in der Schwangerschaft zu vermehrtem Haarausfall. Manchmal wird in der Schwangerschaft ein dunkleres Nachwachsen der Kopfhaare beobachtet.

Allgemein besteht eine verstärkte Neigung zum Schwitzen. Ursache ist der erhöhte Stoffwechsel durch den es zu einer erhöhten Wärmeproduktion kommt. Schwangere frieren deswegen auch selten.

Gebärmutter/Geschlechtsorgane:

Die Gebärmutter wird im Verlauf der Schwangerschaft ein immenses Größenwachstum erleben. Ihr Gewicht wird um das 20-30fache, von 50g auf 1000-1500g, zunehmen. Die Muskelmasse, die den Hauptbestandteil der Gebärmutter ausmacht, wird stark zunehmen. Die einzelnen Muskelfasern werden sehr lang und auch breiter. Die in der nichtschwangeren Gebärmutter spiralförmig angelegten Blutgefäße werden immer mehr gestreckt, um sich der wachsenden Gebärmutter anzupassen. Außerdem werden die Gefäße größer und kräftiger, die Durchblutung wird von 50 ml/h auf 500-800 ml/h steigen.

Die Gebärmutter ist ein Muskel. Durch das Schwangerschaftsschützende Hormon Progesteron wird die Muskelspannung in der Gebärmutter niedrig gehalten, es soll so eine vorzeitige Entbindung verhindert werden, denn steigt die Muskelspannung, entstehen Kontraktionen oder Wehen. Jedoch sind, nicht schmerzhafte, Kontraktionen im Verlauf der Schwangerschaft durchaus normal und auch gewünscht. So kommt es häufig z.B. bei Wachstumsschüben des Kindes zu normalen Kontraktionen, die meist gar nicht wahrgenommen werden. Diese Kontraktionen entstehen, da sich die Gebärmutter an das Kindswachstum anpasst und auch mitwachsen muss. Die Gebärmutter macht Kontraktionen um ihre Durchblutung zu steigern. Auch starke Kindsbewegungen können zu, meist nur örtlichen, Kontraktionen führen. In den letzen zwei bis vier Wochen vor der Entbindung werden die Kontraktionen dann meist länger und können unter Umständen auch schmerzhaft werden. Diese Vor- oder Senkwehen haben die Aufgabe, die Gebärmutter auf die Geburt vorzubereiten. Durch sie wird der kindliche Kopf mehr Richtung Beckeneingang gedrängt, ebenfalls wird der Gebärmutterhals weicher und er verkürzt sich.

Die vermehrte Durchblutung der Genitalorgane ist besonders an der Vagina und den äußeren Geschlechtsorganen zu erkennen. In der Scheide ist eine bläuliche Verfärbung zu erkennen, die Oberfläche ist samtartig. Die Vagina wird dehnfähiger, zur Vorbereitung für die Geburt.

Um die Ernährung des Kindes nach der Geburt zu sichern, müssen die Milchdrüsen aufgebaut und ausgebreitet werden. Die Folge ist ein Wachstum der Brüste. Die Brüste werden größer und praller. Dies kann auch zu einem Spannungsgefühl führen. Wie die Brüste, werden auch die Brustwarzen größer, sie werden berührungsempfindlicher, was manche Frauen als sehr unangenehm empfinden. Die Brustdrüsen produzieren schon ab dem 2. Schwangerschaftsmonat eine Milch, welche sich auch herauspressen lässt.

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