Natürlich schwanger werden

Wie werde ich natürlich schwanger?

Ein Kind oder keins oder viele?

Viele Frauen wünschen sich ein Kind, in unserer Gesellschaft jedoch haben andere Dinge im Leben Vorrang: die Schul- und Berufsausbildung, Berufserfahrungen und –karriere machen, das Haus bauen oder einfach den „Richtigen“ für diese Entscheidung finden. Doch sollte man auch bedenken, dass es mit zunehmendem Alter auch schwieriger wird, schwanger zu werden. Aber jede Frau muss diese Entscheidung- ob und wann, selber treffen. Hat man sich erst einmal für ein Kind entschieden, lässt einen der Gedanke schwerlich wieder los und nichts wird sehnlicher erwartet als das Ausbleiben der Regel.

Die einfachste Methode, um „um ein Kind zu empfangen“ ist, dass man ganz entspannt und ohne Druck an eine Schwangerschaft herangeht. Oft muss man gar nicht groß darüber nachdenken, ob es nun passt, was der Arbeitgeber sagt, ob die Wohnung nicht doch zu klein ist…Man lässt sich einfach ein auf dieses Wunder des Lebens.

Für viele beginnt die Planung eines Kindes damit, dass „die Pille“ abgesetzt wird. Schon dies ist für viele Frauen ein bedeutender Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Doch man sollte auch hier keine Wunder erwarten, es kann trotzdem einige Monate dauern, bis die ersehnte Schwangerschaft eintritt. Der Körper muss sich erst auf die neue Hormonsituation einstellen und es kann sein, dass man in den ersten „normalen“ Zyklen sogar gar keinen Eisprung hat. Es kann aber sofort im ersten Zyklus klappen. Man muss einfach Geduld haben, obwohl das natürlich oft nicht einfach ist. Für viele Frauen ist es jedes Mal eine große Enttäuschung, wenn die Menstruation dann doch wieder kommt. Aber grad, wenn man sich selber sehr unter Druck setzt, klappt es oft nicht, weil auch der Körper unter Stress gerät. Ebenso kann der Partner unter der Situation leiden. Also erstmal alles auf sich zukommen lassen und einfach abwarten…

Um ein wenig nachzuhelfen, kann man sich seine fruchtbaren Tage errechnen oder an den Zeichen des Körpers erkennen.

Errechnen: Die meisten Frauen sind an drei bis sechs Tagen während eines Zyklus fruchtbar. Man kann jedoch nur ungefähr die fruchtbaren Tage errechnen, da viele Frauen keinen regelmäßigen Zyklus haben. Besonders Stress, Krankheit, Reisen und Schichtarbeit beeinflussen den relativ sensiblen Zyklus.

Der Monatszyklus einer Frau beginnt am ersten Tag, an dem die Regelblutung eingesetzt hat und endet demnach einen Tag bevor die nächste Blutung beginnt. Bei einem regelmäßigen Zyklus findet der Eisprung ungefähr 14 Tage vor der nächsten Menstruationsblutung statt. (also am 14. Tag bei einem 28 tägigen Zyklus). Am fruchtbarsten ist man in den sechs Tagen vor und am Tag des Eisprunges.

Erkennen: Wenn man auf die Zeichen des Körpers achtet, kann man ebenfalls seine fruchtbaren Tage erkennen. Die meisten Methoden bedürfen allerdings etwas Übung und Fleiß. Sind wiederum aber ganz natürlich und man lernt so seinen Körper besser kennen.

Einige Frauen können ihren Eisprung als schwaches Ziehen in der Leistengegend wahrnehmen („Mittelschmerz“).

An den zyklusabhängigen Veränderungen des Zervixschleimes (Schleim am Gebärmuttermund) kann man sich ebenfalls orientieren. Der Schleim ist in der ersten Zyklushälfte zunächst weißlich, dicklich und klebrig. Je näher der Eisprung ist, desto glasiger wird der Schleim. Kommt es zum Eisprung, sieht er aus wie rohes Eiklar. Er lässt sich in langen Fäden ziehen und wird dehnbar. Nach dem Eisprung wird er schnell wieder dicklich und verschwindet dann ganz.

Aufwendiger und auch zeitintensiver ist die Methode der Basaltemperaturmessung. Bei dieser Möglichkeit der Familienplanung misst die Frau jeden Morgen zur gleichen Zeit an derselben Stelle(z.B. Mundhöhle) ihre Körpertemperatur und notiert diese in einer Tabelle(gibt’s u.a. beim Frauenarzt oder in der Apotheke). Am Tag des Eisprunges steigt die Temperatur aufgrund der veränderten Hormonsituation um mindestens 0,2 C° an und bleibt bis zu Beginn der nächsten Monatsblutung erhöht um dann bei Beginn dieser wieder abzufallen. Bei einer Befruchtung der Eizelle bleibt die Temperatur weiter erhöht. Die Temperaturmessmethode ist leider relativ ungenau, da die Körpertemperatur leicht z.B. durch Krankheiten, Stress, zu wenig Schlaf oder Alkoholkonsum beeinflusst wird. Auch bei einem unregelmäßigen Leben, wie bei Schichtarbeiterinnen oder Frauen, die beruflich viel reisen müssen, hat die Temperaturkurve meist keine Aussage.

Mittlerweile gibt es verschiedene Minicomputer, die eigentlich Verhütungscomputer sind und den Benutzerinnen die “verbotenen Tage” bestimmen soll.Diese Verhütungscomputer, die z.B. in jeder Apotheke erhältlich sind, bestimmen über die Temperatur, den Zervixschleim oder die Hormonkonzentration im Urin die fruchtbaren Tage einer Frau. Man kann diese Daten dann natürlich dazu nutzen, genau an diesen fruchtbaren Tagen, Geschlechtsverkehr zu haben. Diese Verhütungs- oder Babycomputer können die fruchtbaren Tage jedoch nur nach mehreren Zyklen genau anzeigen, da sie erst aus den täglich erhaltenen Daten ein Profil der Frau erstellen müssen. Die fruchtbaren Tage werden erst nach mehreren Zyklen immer mehr eingegrenzt und genauer.

P.S. noch ein Tipp: schon bei bestehendem Kinderwunsch und noch nicht eingetretener Schwangerschaft, sollte man seine Folsäure speicher im Körper auffüllen. Das kann beim Kind angeborene Fehlbildungen, besonders das Gehirn und Rückenmark betreffende, verhindern. Folsäure kommt natürlicherweise in Spinat, Salat, Tomaten, Orangen sowie in Vollkornprodukten vor. Oft wird die empfohlene Dosis von 400-600µg pro Tag mit der Nahrung nicht erreicht. Deshalb sollte man einfach auf die in der Apotheke angebotenen Präparate zurückgreifen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>