Die Nachgeburtsphase – der Mutterkuchen und die Eihäute werden geboren

Dein Baby ist abgenabelt und liegt auf deinen Bauch, die größen Schmerzen sind plötzlich vorbei und es zählt nicht mehr als dieses kleine Wesen auf dem Arm. Doch die Geburt ist noch nicht beendet. Der Mutterkuchen (Plazenta) haftet noch in der Gebärmutter und muss, zusammen mit den Eihäuten, die die Fruchtblase bildeten, noch geboren werden. Das kann etwas dauern und wenn du nicht stark blutest, kann man bis zu einer Stunde warten, bis der Mutterkuchen sich löst.
Meist wirst du ein Ziehen im Bauch spüren. Die Gebärmutter macht Wehen, um den Mutterkuchen zu lösen. Der Wehenschmerz ist nur leicht und nicht mit den Wehen unter der Geburt zu vergleichen. Viele Frauen merken ihn gar nicht. Diese sogenannten Nachwehen lösen erst den Mutterkuchen, bewirken dann, dass die Gefäße in der Gebärmutter sich zusammenziehen und die Blutung aus der Plazentahaftstelle gestoppt wird. Außerdem sind sie für die Rückbildung der Gebärmutter zuständig.
Deine Hebamme kann durch bestimmte Handgriffe testen, ob sich der Mutterkuchen schon gelöst hat. Manchmal spürst du selber wieder einen Drang zum Mitdrücken. Wenn die Plazenta gelöst ist, wird diese durch einen leichten Zug an der Nabelschnur und dein Mitschieben geboren.
Die Hebamme wird zusammen mit dem ärztlichen Geburtshelfer die Plazenta und die anhaftenden Eihäute inspizieren und untersuchen, ob keine Teile in der Gebärmutter zurück geblieben sind.
Es dauert so ungefähr 2 Wochen bis deine Gebärmutter wieder ihre ursprüngliche Grösse hat. Die Stelle in der Gebärmutter an der der Mutterkuchen gehaftet hat ist eine grosse Wundstelle. Es dauert ca. 6-8 Wochen bis diese Wundstelle vollständig verheilt ist. So lange wirst du auch Wochenfluss haben. Je nach Stadium der Wundheilung wirst erst blutigen, dann braunen, dann gelben und dann weißen Wochenfluss haben. Mit dem Wochenfluss werden auch eventuelle Reste der Eihaut ausgeschieden.

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