Beikost – Welche Nahrungsmittel?


Was kann wann gegeben werden

Ab ca. 5 – 7 Monaten:

  • gekochtes Gemüse (evtl. püriert), Kartoffeln, Fleisch (Kalb, Rind, Geflügel),  gekochtes Eigelb, Getreideflocken oder Getreidegrieß (möglichst Vollkorn), gedünstetes Obst (möglichst einheimische Sorten)
  • zum Verdünnen eignen sich Muttermilch, Wasser, Gemüsesud
  • die Lebensmittel sollten gedünstet oder in Dampf gegart werden, auf keinen Fall braten, frittieren oder grillen
  • Gemüse muss stets mit einer Fettmenge zusammen verarbeitet werden, um die Verwertung der fettlöslichen Vitamine zu fördern. Geeignet  sind gut verträgliche Öle in Bioqualität, z.B. Maiskeimöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl auch im Wechsel mit Butter. Im ersten Lebensjahr sollten raffinierte Öle verwendet werden (keine nativen)
  • Um die Eisenaufnahme aus dem Gemüse optimal zu unterstützen ist es sinnvoll, im Anschluss an die Gemüsemahlzeit immer noch einen Löffel Obst als „Nachtisch“ anzubieten oder den Brei mit einem Schuss Orangensaft zu ergänzen.
  • vertragen wird: Folgemilch, Vollmilch verdünnt (im Brei), Vollkornföocken, Reisflocken, Weizengries, Möhren, Fenchel, Kartoffeln, Apfel, Banane, Birne, Gurke, Zucchini, Kürbis, Fleisch, Butter, Rapsöl, Apfelsaft, Orangensaft

Ab ca. 8 Monaten:

  • Gemüse nicht mehr pürieren, evtl. zerdrücken
  • Fisch (Grätenfrei und fettreich z.B. Lachs)
  • Teigwaren, Brot, Reiswaffeln, Dinkelstangen, Zwieback
  • als Brotaufstrich eignet sich Frischkäse (auch Ziege), Avocado, Banane, Gurke
  • Reis (sehr weich kochen, evtl. „parboiled“), Nudeln
  • Rohes Obst
  • Naturjoghurt, ungesüßt
  • Sojaprodukte
  • vertragen wird: Pfirsich, Melone, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Tomaten, Sellerie, Spargel, Rübchen, Zuckererbsen, Zuckermais, Spinat

Ab ca.9/10 Monaten:

  • vertragen werden: Brot, milder pasteurisierter Käse, Ei, Beeren, Kiwi, Mango, Aprikosen, Chinakohl, Kräuter

Gegen Ende des ersten Lebensjahres:

  • Umstellung auf eine leichte, evtl. weiche, nicht zu stark gewürzte Familienkost.
  • vertragen wird: Kuhmilch als Getränk

Getränke:

Sobald mit fester Babynahrung begonnen wird, sollte zu den Mahlzeiten auch ein Getränk angeboten werden. Diese Getränke sollten nicht sättigen, sondern den Durst stillen.

Leitungswasser oder stilles Wasser in Raumtemperatur ist das bevorzugte Getränk für Kinder. Es sollte bis ins ca. 6 Monaten abgekocht werden. Nur wenn das Leitungswasser zu hohe Nitrat-, Kalk- oder Sulfatwerte aufweist, im Haus noch Bleileitungen liegen oder die Kupferleitungen noch nicht älter sind als zwei Jahre, sollten die Kinder stilles Mineralwasser bekommen (welches, dass„für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ ist).

Tee: Früchtetee enthält Säure von der empfindliche Babys wund werden können. Aromatisierte Tees sollten generell nicht gegeben werden und Kräutertees benötigen als Heiltees eine medizinische Indikation. Allergiegefährdete Kinder sollten auf keinen Fall Kräutertee bekommen. Achtung beim Kauf von so genannten “Baby-Fertig-Tees”, meistens Fencheltee. Diese Tees in Krümel-Form werdem hauptsächlich aus Traubenzucker hergestellt und sind sehr schlecht für die Zähne und sehr süß.

Säfte: Bei einer ausgewogenen Ernährung der Kinder mit ausreichend Obst und Gemüse sind Säfte überflüssig und sollten nur in Ausnahmefällen zu den Hauptmahlzeiten gereicht werden.

Muttermilch: Wird das Kind nach Bedarf gestillt, kann es seinen Durst an der Brust löschen, indem es öfter für kurze Zeit trinkt und somit die kalorienarme Vordermilch erhält. Es ist daher kein Problem, wenn diese Kinder kaum zusätzliche Flüssigkeit zu sich nehmen.

Im ersten Lebensjahr sollte gänzlich verzichtet werden auf:

  • Rohmilch
  • Rohe Eier (Salmonellengefahr)
  • Salz (belastet die Nieren; in geringen Mengen, z.B. in Salzwasser gekochte Nudeln unbedenklich ab dem 8. LM)
  • Honig (Botulismusgefahr)
  • kaltgepresste/native Öle
  • Salat (kann nicht gekaut werden)
  • scharfe Gewürze
  • Nüsse (ganze Nüsse, insbesondere Erdnüsse dem Kind nicht vor dem 3. LJ geben wg. der Erstickungsgefahr)
  • Bindemittel *
  • Zuckerzusätze*
  • künstlicher Süßstoff*
  • Schokolade und Kakao*

* sind auch in der Kinderernährung zu meiden.
Inhaltsangaben auf industriell hergestellter Babynahrung/ Gläschen gründlich lesen!

Zeitlose Essregeln für Familien

  • Essen sollte Spass machen
  • Das Essen sollte vielseitig und abwechslungsreich sein
  • Je frischer und weniger verarbeitet ein Nahrungsmittel ist, desto mehr Nährstoffe enthält es
  • Obst und Gemüse der Saison sind lecker und gesund
  • Vollkornprodukte sind wertvoller als Getreideprodukte aus Auszugsmehl/Weißmehl
  • Der Essensstil muss zur Familie passen und sich in den individuellen Alltag einfügen
  • Gemeinsames Essen am Familientisch ist ein Kulturgut, welches sich zu pflegen lohnt
  • Die Kinder kennen Hunger und Sättigung, individuelle Vorlieben und Abneigungen. Eltern sollten auf diese Signale der Kinder eingehen und sie ernst nehmen
  • Die Eltern bestimmen das Essensangebot, die Kinder bestimmen, was und wieviel sie davon essen möchten.



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