Erste Anzeichen für die bevorstehende Entbindung/Wehen/Blasensprung



Die meisten Schwangeren merken schon in den letzen Wochen vor der Entbindung, dass sich ihre Gebärmutter auf die Geburt vorbereitet- sie übt.
Der Bauch wird häufiger hart und es kann dabei auch schon mal ordentlich ziehen. Bei manchen Frauen können die sogenannten Vorwehen so kräftig sein, dass man mehrmals schon dachte, die Geburt würde losgehen. Man kann die Vorwehen von „richtigen“ Geburtswehen unterscheiden, in dem man ein Vollbad nimmt. Nehmen die Wehen ab, waren es wahrscheinlich nur Vorwehen, nimmt die Wehentätigkeit jedoch zu, ist es meist der Beginn der Geburt. Oft ist es nicht einfach für die Frauen zu sagen, ob sie Wehen haben oder nicht. Einige haben sogar die Sorge, die Geburt zu verpassen, da sie sich nicht vorstellen können, wie Wehen sind. Aber keine Sorge, wenn du deutliche, immer wiederkehrende und zunehmende Schmerzen im Unterbauch oder Rücken empfindest, hast du Wehen. Wie stark diese sind und was sie letzendlich am Muttermund bewirken, kann eine Untersuchung klären. Meist korreliert jedoch die Schmerzstärke mit einer Muttermundseröffnung- je stärker die Schmerzen, desto weiter ist der Muttermund geöffnet.

Ein weiterer Indikator für die bevorstehende Entbindung ist eine leichte Schmierblutung, mit oder ohne Wehentätigkeit. Zu der Blutung kommt es, wenn Kräfte auf den sehr gut durchbluteten Muttermund wirken und kleine Gefäße einreißen. Eine leichte Blutung mit Schleimbeimengung am Ende der Schwangerschaft ist meist nichts Beunruhigendes.Wenn du dir aber unsicher bist, fahre lieber in die von euch ausgesuchte Geburtsklinik und lasse dich untersuchen.

So meist 3-4 Tage vor dem Beginn der Geburt bemerken viele Frauen den Abgang des Schleimpfropfes. Dieser Pfropfen hat in der Schwangerschaft den Muttermund wie ein Korken verschlossen und so das Baby vor z.B. Infektionen geschützt. Manche Geburtshelfer lösen gegen Ende der Schwangerschaft oder bei Übertragung den Schleimpfropfen manuell, um so die Geburt einzuleiten. Beim Abgang des Schleimpfropfens geht eine größere Menge Schleim ab. Manchmal sieht es wirklich aus wie ein Pfropfen, manchmal hat sich der Schleim auch verflüssigt, meist ist eine geringe Blutbeimengung zu beobachten. Der Abgang des Schleimpfropfens gegen Ende der Schwangerschaft ist in der Regel kein Grund, schon ins Krankenhaus zu fahren, es sei denn du bist dir nicht sicher, ob es ein Blasensprung ist oder die Blutbeimengung noch im normalen Bereich liegt.

Wenn die Fruchtblase platzt oder einreißt, sprechen wir ebenfalls vom Beginn der Geburt. Wir nennen dieses Ereignis Blasensprung. Beim Blasensprung geht entweder das Fruchtwasser schwallartig oder nur tröpchenweise ab. Beim tröpchenweisen Abgang ist die Eihaut meist nur sehr wenig eingerissen und es kann zu einem späteren Zeitpunk zu einem „erneuten“ Blasensprung kommen wenn die Fruchtblase richtig reißt. Oder das Köpfchen vom Baby liegt schon so tief im Becken, dass es abdichtet und das Fruchtwasser kaum vorbeilaufen kann.

Meist springt die Fruchtblase unter der Geburt wenn der Muttermund schon weit geöffnet ist. Wenn der Blasenspung ohne Wehen stattfindet, spricht man von einem vorzeitigen Blasensprung. Bei etwas 20-25% aller Schwangeren beginnt die Geburt auf diese Weise. Meist kommen die Wehen nach einigen Minuten bis Stunden von selbst. In einigen Fällen lassen die Wehen länger auf sich warten und die Geburt muss künstlich, das heißt mit Medikamenten, eingeleitet werden. Der Zeitraum, in dem man auf den Wehenbeginn wartet, ist von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich lang und hängt auch von bestimmten Risikofaktoren und dem Zustand des Kindes ab.

Bemerkst du einen Abgang von Fruchtwasser oder bist dir nicht sicher, ob es Fruchtwasser sein könnte, fahre immer ins Krankenhaus und lasse dich untersuchen. Wenn du einen Blasensprung hast, wirst du im Krankenhaus bleiben müssen. Man wird dort regelmäßig das Kind überwachen und dir Blut abnehmen um zu erkennen, ob es dem Kind gut geht und ob sich eine Infektion entwickelt. Durch die offene Fruchtblase ist das Kind ja nun nicht mehr vor Keimen geschützt.

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